Laufen gehen ist zu jeder Jahreszeit eine gute Idee, aber gerade im Winter tut es besonders gut. Halten wir uns zu dieser Jahreszeit doch noch mehr in geschlossenen Räumen mit künstlichem Licht und abgestandener Luft auf, als wir das als moderne Menschen eh schon tun. Umso besser für Körper und Geist, wenn wir uns draußen an der frischen Luft bewegen und optimalerweise sogar noch ein wenig das rare Sonnenlicht genießen können. Aber angesichts von früher Dunkelheit, Kälte und Nässe sackt trotzdem bei vielen Läufern die Motivation in den Keller. Daher hier vier einfache Tipps, wie Du auch im Winter in Bewegung kommst und bleibst.

Tipp 1: Achte auf die richtige Laufkleidung

Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung. Der Spruch ist zwar alt, aber trotzdem wahr. Gute und passende Funktionskleidung hält dich bei Regen, Schnee und Kälte warm, liegt gut am Körper an und ist zugleich atmungsaktiv. So kann beim Schwitzen die Feuchtigkeit entweichen, ohne dass sich alles unangenehm nass und klamm anfühlt und Du zu frieren beginnst. Denk beim Kauf daran, insbesondere Deine Körpermitte, Deinen Kopf und Deine Hände vorm Auskühlen zu schützen, z.B. mit einer Laufweste, Thermounterwäsche sowie einer Laufmütze und Handschuhen. All das muss nicht übermäßig teuer sein. Meiner Erfahrung nach erfüllt auch günstige Laufkleidung ihren Zweck tadellos.

An guten Laufschuhen solltest Du allerdings nicht sparen, unabhängig von der Jahreszeit. Für Herbst und Winter kann Dir ein Schuh mit etwas mehr Profil besseren Halt bei rutschigeren Passagen geben. Lass Dich in einem Laufladen beraten, welcher Schuh für die dunkle Jahreszeit am besten geeignet ist. Entsprechend ausgerüstet, sind Wind, Nässe und Kälte dann kein großes Problem mehr.  

Laufen im Winter
Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung! (Bild: Barbara Olsen, pexels.com).

Tipp 2: Überdenke Deine Laufstrecke

Frühe Dunkelheit, rutschige Stellen, verschlammte oder vereiste Wegstrecken, der Winter kann uns auf unserer angestammten Laufroute viele unangenehme Überraschungen bescheren. Überlege also, ob es kritische Passagen, beispielweise mit schlechten Bodenverhältnissen, auf Deiner Strecke gibt und welchen alternativen Weg Du vielleicht nehmen könntest. Wenn Du Sorgen hast, allein im Dunkeln zu laufen, suche nach einer anderen Route, die besser beleuchtet ist und von mehr Menschen frequentiert wird. So lernst Du auch neue Strecken kennen, die Du vielleicht auch zu anderen Jahreszeiten gut nutzen kannst.

Bei mangelnder Beleuchtung kann auch die Investition in eine Stirnlampe hilfreich sein, um Hindernisse am Boden besser ausmachen zu können. Anknüpfend an Tipp 1 solltest Du bei Deiner winterlichen Laufkleidung auch auf gute Sichtbarkeit durch reflektierende Elemente und möglichst helle Farben achten, damit Du bei schlechten Lichtverhältnissen von anderen Läufern und insbesondere von Rad- und Autofahrern gut gesehen wirst.

Laufen im Winter, suche nach Alternativstrecken
Prüfe Deine Laufstrecke und suche nach sinnvollen Alternativen. (Bild: pixabay, pexels.com).

Tipp 3: Tue Dich mit anderen zusammen

Apropos allein laufen: wenn Dir beim Laufen in der Dämmerung oder Dunkelheit immer noch mulmig zumute ist, such Dir einen Laufpartner. So könnt Ihr Euch auch gegenseitig motivieren, wenn die Lust auf winterliche Bewegung doch schwinden sollte. Zudem schaffen gemeinsame Verabredungen zum Laufen eine Verbindlichkeit, die wunderbar gegen den inneren Schweinehund hilft. Ich selbst laufe regelmäßig zusammen mit meinem Mann und es macht immer wieder sehr viel Spaß und schafft gemeinsame positive Erlebnisse. Ob Partner, Freunde oder Kollegen: tue Dich mit anderen zusammen und feiere im Anschluss Eure Erfolge!

Man Wearing Puffer Jackets Running on Thick Snow
Tue Dich mit anderen zusammen und motiviert Euch gegenseitig! (Bild: cottonbro studio, pexels.com).

Tipp 4: Prüfe Deine Motivation

Du hast alle vorherigen Tipps beherzigt und bleibst trotzdem lieber auf dem Sofa liegen? Dann liegt die Ursache für Deine Unlust vielleicht nicht in der Jahreszeit, sondern tiefer. Wenn Du also immer wieder das Training ausfallen lässt, Regen, Schnee und Kälte vorschiebst, solltest Du Dich selbst kritisch prüfen. Frage Dich: was sind meine Motivation und Ziele beim Sport treiben? Was möchte ich genau für mich erreichen? Sind meine Ziele realistisch oder überfordere ich mich und sollte meine Pläne und Ziele anpassen? Sei ehrlich zu Dir selbst und so konkret wie möglich. Zum Thema „motiviert bleiben“ findest Du in diesem Beitrag weitere Tipps von mir.

Jede Jahreszeit hat für mich einen besonderen Reiz für das Laufen. Ehrlich gesagt sind Herbst und Winter meine beiden Favoriten, was das Laufen angeht. Ich liebe die kühleren Temperaturen und das geringe Gedränge auf vielen Laufstrecken. Vielleicht entdeckst Du mit meinen Tipps ebenfalls die raueren Jahreszeiten für Dich? Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg, beim Ausprobieren. Hab Spaß und pass auf Dich auf!

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